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Aktuelles

Begrenzt ist das Leben, doch unendlich ist die Erinnerung.


Wir trauern um unsere Freundin Ursula Stecker, die am 7. August 2021 im Alter von 87 Jahren, verstorben ist.                             

Ursula Stecker, die zu den Gründungsmitgliedern des SoVD-Kreisverbandes Schwerin im August 1990 gehörte, war ein sehr aktives und erfolgreiches Mitglied unseres Sozialverbandes.

Schon immer war sie sozial engagiert. Als nach 1989 der Reichsbund auch in den Beitrittsgebieten seine Arbeit aufnahm, erkannte sie eine Möglichkeit, Menschen, die durch die beginnenden sozialen Verwerfungen in Not geraten würden, Hilfe zu geben. Als kluge Beobachterin der großen gesellschaftlichen Veränderungen sah sie besonders die sozialen Bedrohungen für Menschen mit Behinderungen und für die gleichberechtigte Teilhabe der Frauen.

So war es nur logisch, dass sie in ihrem Kreisverband und auch im Landesverband immer wieder ihre Stimme für die Rechte der Frauen erhob, Frauen und Männer im Verband aber auch außerhalb motivierte, sich dafür ein zusetzen, dass die Frauen nicht zu den Verlierern der Vereinigung würden.

Sie verstand es sehr gut sozialpolitische Arbeit zu organisieren und Vertreter der regionalen und Landespolitik für sozialpolitische Gespräch zu gewinnen. Sie begriff den Verband als das soziales „Gewissen der Politik“. 

Sie war bereit Verantwortung zu übernehmen, war Mitglied des SoVD-Kreisvorstandes Schwerin und Vorsitzende des SoVD-Ortsverbandes Schwerin-Dreesch.

Sie arbeitete als Mitglied im Landesvorstand unseres Verbandes, und war dort als Landesfrauensprecherin sehr aktiv und führte Landesverbandsfrauenkonferenzen durch. Sie war Gründungsmitglied des Landesfrauenrates M-V und im SoVD–Bundesverband Mitglied im Frauenpolitischen Ausschuss.

Ursula Stecker wurde geachtet für ihr Engagement, ihre Prinzipienfestigkeit und ihren klaren Blick auf gesellschaftliche Probleme. Sie war pragmatisch und zielorientiert. Beschäftigung mit ablenkenden Randdiskussionen, mit pseudofeministischem Gebaren waren ihr fremd.

Dies brachte ihr Achtung und Anerkennung. Sie wurde vielfach geehrt, u.a. durch den Bundespräsidenten, das Land, den SoVD–Bundesverband, den SovD–Landesverband und andere gesellschaftliche Organisationen.

Wir haben Ursula Stecker zu danken. Sie ist Vorbild für diejenigen, die nun den Staffelstab übernehmen.

Dr. med. Helmhold Seidlein 
Landesvorsitzender 
SoVD–Landesverband Mecklenburg–Vorpommern

Erika Kannenberg
Landesfrauensprecherin 
SoVD–Landesverband Mecklenburg–Vorpommern


Projekt „Inanspruchnahme von Sozialleistungen“

Wir wollen Ihnen unser Projekt „Inanspruchnahme von Sozialleistungen“ vorstellen.

1. Aufgaben und Ziele dieses Projektes

Im Verlaufe der Verbandsentwicklung zeichnete sich ab, dass viele Angebote an offiziellen sozialen Leistungen in unzureichendem Maße von den bedürftigen, anspruchsberechtigten Bürgern genutzt werden, so dass unnötige Notsituationen entstanden sind. Diese vorwiegend subjektiv bedingten Mängel abstellen zu helfen ist die vornehmste Aufgabe unseres Projektes. Als typisches Beispiel zur Motivation und Begründung dieses Projektes erscheint uns eine Information des Landesamtes für Gesundheit und Soziales M-V vom Februar 2009. Danach waren Ende 2008 in Mecklenburg-Vorpommern 190230 Personen als "Schwerbehindert" mit GdB > 50% gemeldet; das sind nahezu 12% der Bevölkerung. Besonders bedeutsam dabei ist die Feststellung, dass davon > 40000 "Berechtigte" bislang keinen Schwerbehindertenausweis erhalten haben - trotz amtlicher Feststellung und der (allg.) Information über daraus abzuleitende vielfältige Vergünstigungen. Wir appellieren an die dafür zuständigen Landesämter und Hausärzte, hier Abhilfe zu schaffen und alle Mühen um berechtigte Inanspruchnahme von Sozialhilfen zu unterstützen - zur Sozialgerechtigkeit.

Unser "Projekt; Inanspruchnahme von Sozialleistungen" hat sich zum Ziel gesetzt, aus der Vielzahl der sozialen Angebote solche zu erkennen,

  • bei denen größte Mängel bei Ihrer Anwendung und Durchsetzung sichtbar geworden sind,
  • bei denen größter Nutzen für die anspruchsberechtigten betroffenen Bürger zu  erwarten ist,
  • aus dieser Auflistung wird ersichtlich, das wir mit unserem Projekt eine sinnvolle Ergänzung zu div. Sozialberatungen,

nicht deren Ersatz anstreben.

Uns geht es um das Erkennen von sozialer Bedürftigkeit, besonders bei persönlicher Benachteiligung durch Krankheiten, Behinderungen und Beschwerden und um die personenbezogenen Chancen und Möglichkeiten der berechtigten Inanspruchnahme von Sozialleistungen.

Das Projekt selbst, Gestaltung und Umsetzung einer Projektidee, ist das wichtigste Ergebnis geworden. Damit wird zugleich ein wesentlicher Auftrag auch unseres Sozialverbandes ( SoVD ) gemäß Satzung erfüllt - nämlich persönliche Hilfe dem Betroffenen.

Idee und Gestaltung,

Wilhelm Simon

Prof. em. Dr. habil., Ehrenvorsitzender des Landesverbandes M-V

Zur Zeit ist für dieses Projekt unser SoVD-Mitglied Ulrich Haesener verantwortlich

2. Was bietet der SoVD seinen Mitgliedern?

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) ist eine starke Gemeinschaftmit bundesweit rund560 000 Mitgliedern. Ein dichtes Netz von 2300 Ortsverbänden garantiert unseren Mitgliedern eine fundierte und gute Betreuung vor Ort. Informieren Sie sich auf den folgenden Seiten über eine Auswahl an Themen, zu denen der SoVD Sie berät:

  • Rente
  • Erwerbsminderungsrente
  • Schwerbehinderung
  • Pflege

3. Sozialberatung

Wir sind Ihr Partner und vermitteln zwischen Ihnen und den Behörden. Aus diesem Grund verstehen wir uns als sozialen, zukunftsorientierten Dienstleistungsverband. Unsere Mitglieder können sich in unseren Beratungsstellen zu allen Fragen des Sozialrechts beraten und Informieren lassen.

Karl - Heinz Müller

Schriftführer im SoVD - Kreisverband Schwerin

Mehr zur Inanspruchnahme von Sozialleistungen - Termin in unserer Geschäftsstelle erfragen.