Sehr persönlich wurde es, als Andrea Preuß-Borowsky von ihrer eigenen Erfahrung berichtete. Sie lernte den Hospizverein auf der Palliativstation kennen, wo sie zwei Wochen lang ihren sterbenden Vater begleitete. In dieser schweren Zeit waren es vor allem die einfühlsamen Gespräche und die menschliche Nähe, die ihr geholfen haben, die Situation zu ertragen. Diese Erfahrung habe ihren Blick auf die Hospizarbeit nachhaltig verändert.
„Hospiz“ – ein Wort, das bei vielen Menschen zunächst Unsicherheit, vielleicht sogar Angst auslöst. Auch unter den Anwesenden gab es einige, die offen zugaben, im Vorfeld gezögert zu haben, überhaupt zu kommen. Zu schwer, zu traurig, zu endgültig erschien ihnen das Thema.
Doch was dann folgte, veränderte die Perspektive vieler grundlegend.
Mit großer Wärme, beeindruckender Offenheit und viel persönlichem Engagement berichtete Kerstin Markert von der Arbeit des Schweriner Hospizvereins. Schnell wurde deutlich: Es geht hier nicht um ein Ende – sondern um Begleitung. Um Menschlichkeit. Um Würde. Und vor allem darum, dem Leben bis zuletzt Qualität und Nähe zu geben.
Die geschilderten Einblicke berührten die Zuhörer*innen tief. Man konnte spüren, wie sich nach und nach Anspannung löste und aus Unsicherheit Verständnis wurde.
In der anschließenden Gesprächsrunde zeigte sich, wie nachhaltig der Vortrag gewirkt hatte. Viele äußerten ihre Überraschung darüber, wie falsch ihre bisherigen Vorstellungen gewesen waren. Einige berichteten offen, dass sie sich zunächst kaum überwinden konnten, an der Veranstaltung teilzunehmen – und nun umso dankbarer für die gewonnenen Einblicke waren.
Am Ende stand nicht die Schwere im Raum, die viele erwartet hatten – sondern ein Gefühl von Dankbarkeit, Respekt und auch ein wenig Zuversicht.
Diese Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt: Manchmal lohnt es sich ganz besonders, sich gerade den Themen zuzuwenden, vor denen man zunächst zurückschreckt.
Ein herzlicher Dank gilt Kerstin Markert für diesen bewegenden Einblick und allen Teilnehmenden für ihre Offenheit und ihren Mut.

