In ihrer Eröffnungsrede gratulierte Preuß-Borowsky allen Männern anlässlich des Herrentags, der am 29. Mai gefeiert wurde. Sie ließ keinen Zweifel daran, dass dieser Tag in verschiedenen Teilen der Welt unterschiedlich begangen wird. Der Vatertag, auch bekannt als Herrentag oder Männertag, hat sich zu einem bedeutenden Brauchtum entwickelt, bei dem die Väter geschätzt und geehrt werden. In Deutschland ist der Herrentag jedoch oft eine Gelegenheit für Männer, sich selbst zu feiern – eine Tradition, die immer wieder in der Kritik steht. Im Gegensatz dazu wird der Vatertag in vielen anderen Ländern als Familientag gefeiert, bei dem Kinder den Vätern für ihre Lebensleistung danken. Sie gab einen kurzen historiografischen Überblick über die Ursprünge des deutschen Herrentags, der Ende des 19. Jahrhunderts in Berlin entstand. Die wirtschaftlichen Interessen von Brauereien spielten möglicherweise eine Rolle in der Entstehung dieser Feierlichkeiten. Sie verwies auch auf Initiativen, die darauf abzielen, den Vatertag in Deutschland vermehrt als Familientag zu gestalten, was positive Resonanz beim Publikum fand.
Im Anschluss an die Begrüßungen übergab die Vorsitzende das Wort an Annegret Bemmann und Franziska Schleiff, die spannende Einblicke in die Arbeit des Seniorenbeirats gaben. Vorab erläuterte Frau Preuß-Borowsky die Herausforderungen, die den Seniorenbeirat im Jahr 2024 getroffen haben. Nach dem Rücktritt einiger Vorstandsmitglieder innerhalb weniger Wochen nach der konstituierenden Sitzung im Oktober 2024 war es für die verbliebenen Mitglieder nicht einfach, die Organisation reibungslos aufrechtzuerhalten. Dennoch fanden schließlich Nachwahlen statt und der Seniorenbeirat konnte sich neu aufstellen. Frau Preuß-Borowsky und ihr Stellvertreter Karl-Heinz Müller wurden als Vertreter*in des SoVD-Kreisverband Schwerin in den Seniorenbeirat gewählt.
Die Themen, die während der Versammlung behandelt wurden, stießen auf großes Interesse. Besonders die Aufgaben des Seniorenbeirates und die Möglichkeiten für Bürger*innen, sich aktiv einzubringen, wurden intensiv diskutiert. Frau Schleiff berichtete über das „Seniorenpolitische Gesamtkonzept“, das einen umfassenden Blick auf das Älterwerden in Schwerin werfen soll. Schließlich machen Senior*innen etwa 30 Prozent der Schweriner Bevölkerung aus. Es ist also von großer Bedeutung die Belange dieser Bevölkerungsgruppe ernst zu nehmen. Das Konzept zielt darauf ab, die Selbstbestimmung und Sicherheit älterer Menschen zu fördern und deren Lebensqualität zu verbessern. Es basiert auf einer eingehenden Analyse der Situation älterer Menschen in Schwerin, den Ergebnissen einer Senior*innenbefragung sowie der Pflegesozialplanung. Die Themen Wohnen im Alter, Mobilität, Gesundheit, Teilhabe und bürgerschaftliches Engagement stehen im Mittelpunkt des Konzepts. Frau Schleiff setzte sich für ein starkes Netzwerk ein, das Menschen zusammenbringt und die notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität umsetzt. Barrierefreies Wohnen, altersgerechte Mobilitätsangebote und Gesundheitsförderungsprogramme sind nur einige der vorgeschlagenen Maßnahmen. Alle Senioren sollen gut und sicher in unserem Schwerin leben können.
Abschließend wurden die anstehenden Termine des SoVD-Kreisverbandes bekanntgegeben.
Juni-Mitgliederversammlung: Vortrag über den Seniorenbeirat
Am 16. Juni fand die 6. Mitgliederversammlung des SoVD-Kreisverbandes Schwerin statt, die von der Vorsitzenden Andrea Preuß-Borowsky eröffnet wurde. Sie begrüßte herzlich alle Anwesenden und Gäste, darunter Annegret Bemmann, die Vorsitzende des Seniorenbeirats Schwerin, Franziska Schleiff, Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Seniorinnen und Senioren, sowie Doris Seemann, kommissarische Beisitzerin im Vorstand des VdK, zuständig für den kulturellen Bereich.